Bei 64 erwachsenen Männern war häufigerer Pornografiekonsum mit einem kleineren Volumen im Striatum (Teil des Belohnungssystems) und einer schwächeren Verbindung zum präfrontalen Kortex assoziiert.
Einordnung
Querschnittsstudie mit kleiner Stichprobe: Sie zeigt einen Zusammenhang, nicht dass Konsum diese Unterschiede verursacht. Ursache und Wirkung sind nicht geklärt.
Bei Personen mit zwanghaftem Sexualverhalten zeigte sich auf sexuelle Reize hin eine stärkere Aktivierung in Belohnungsregionen (u. a. ventrales Striatum) als bei Personen ohne solches Verhalten.
Einordnung
Gruppenvergleich (Querschnitt) mit kleiner Stichprobe: Er zeigt Unterschiede in der Reaktion, nicht, dass Konsum sie verursacht.
In einer großen US-Stichprobe (über 40.000 Kinder und Jugendliche) war mehr Bildschirmzeit – jenseits von etwa einer Stunde pro Tag – tendenziell mit geringerem psychischem Wohlbefinden verbunden.
Einordnung
Beobachtungsstudie auf Basis von Befragungsdaten. Sie belegt einen Zusammenhang, keine Ursache; Effektgrößen und Übertragbarkeit auf Erwachsene werden diskutiert.
Unterbrochene Aufgaben wurden im Experiment zwar nicht langsamer erledigt – die Beteiligten arbeiteten dafür schneller, berichteten aber mehr Stress, Frustration und Zeitdruck.
Einordnung
Kontrollierte Laborstudie mit künstlichen Unterbrechungen. Der Alltag mit Smartphone-Benachrichtigungen kann anders wirken als das Studiendesign.
Wer am Abend ein leuchtendes Lesegerät statt eines gedruckten Buchs nutzte, schlief später ein, hatte eine verzögerte innere Uhr, weniger Melatonin und war am nächsten Morgen weniger wach.
Einordnung
Kleine, streng kontrollierte Laborstudie mit eReadern. Heutige Geräte, Nachtmodi und individuelle Unterschiede sind damit nicht vollständig abgebildet.